34. Studienwoche für zeitgenössische Musik Lüneburg - "Klanglandschaften"

17. Mai. 2012 19:00

Werke von:
Thomas Böttger, Christine K. Brückner, Thorsten Kuhn, Albert Roussel, Wolfgang A. Schultz, Reinhard Wolschina

Glockenhaus, Glockenstraße 9, Lüneburg

  • Joy Dutt (Flöten)
  • Reinhard Wolschina (Klavier)

Programm

Albert Roussel (1869-1937)
Joueurs de Flûte (1924)
4 Stücke für Flöte und Klavier op. 27

  1. Pan (Marcel Moyse gewidmet)
  2. Tityre (Gaston Blanquart gewidmet)
  3. Krishna (Louis Fleury gewidmet)
  4. M. de la Péjaudie (Philippe Gaubert gewidmet)

Christine K. Brückner (*1967)
Tsetono (2004)
für Flöte und Klavier

Wolfgang A. Schultz (*1948)
Japanische Nebellandschaft (2003)
für Flöte solo

Thorsten Kuhn (*1967)
Canzone (1996)
für Flöte und Klavier

Thomas Böttger (*1957)
Nachtmusik (2011)
für Flöte und Klavier

Reinhard Wolschina (*1952)
Kandinsky-Musik (1996)
3 Reflexionen auf Zeichnungen Wassily Kandinskys -
für Flöteninstrumente und Klavier

  1. "Tension calme"
  2. "Capricieux"
  3. "La petite emouvante"

Joy Dutt und Reinhard Wolschina spielen seit ihrer gemeinsamen Weimarer Studienzeit zusammen und traten in etwa 100 Konzerten auf. 1987 komponierte Wolschina für Dutt seine "Klangspiele I" für Flöte und 18 Instrumente. Das Werk wurde für beide zu einem großen Erfolg: Wolschina erhielt dafür den "Hanns-Eisler-Preis" des Rundfunks der DDR, und Joy Dutt wurde als Solist für die Rundfunkproduktion mit dem Berliner Rundfunk-Sinfonierorchester eingeladen. In den 90er Jahren erschien diese Aufnahme auch im Rahmen eines CD-Projektes zur Geschichte der zeitgenössischen Musik in beiden Teilen Deutschlands, herausgegeben von Deutschen Musikrat.
Neben den klassischen Standardwerken der Besetzung Flöte-Klavier setzt sich das Duo Dutt-Wolschina mit Vorliebe für die Musik der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts ein, speziell für das überreiche Repertoire der französischen Flötenmusik in diesem Zeitraum.

Joy Dutt wurde 1953 in Kalkutta, Indien, geboren. Er erhielt im Alter von 6 Jahren den ersten Violinunterricht. Das Flötespielen begann er selbständig mit 12 Jahren, ab 15 regelmäßig.
1972 siedelte Dutt in die damalige DDR über. Er studierte an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar von 1973-78 in den Hauptfächern Flöte und Violine. 1978-80 war er Flötist an der Philharmonie Schwerin, seit 1980 ist er 1. Solo-Flötist am Theater in Erfurt. Daneben übt er eine umfangreiche Kammermusik- und Solistentätigkeit aus.

Reinhard Wolschina wurde 1953 in Leipzig geboren. Er erhielt Klavier- und Oboenunterricht zunächst an der Leipziger Musikschule und von 1967-70 an der Spezialschule für Musik in Weimar-Belvedere. An der Weimarer Hochschule für Musik "Franz Liszt" studierte er von 1970-78 die Fächer Komposition (Meisterklasse Prof. J. Celenšek) und Klavier (Prof. Volkmar Lehmann). 1982-84 folgte ein Zusatzstudium Komposition an der Berliner Akademie der Künste. Seit 1991 lehrt Wolschina als Professor für Komposition und Musiktheorie an der Franz Liszt Hochschule in Weimar.
Er schrieb etwa 70 Werke für Orchester und Kammermusikbesetzungen, die in nahezu allen europäischen Ländern und den USA aufgeführt wurden. Als Pianist übt er seit dem Studium eine umfangreiche Konzerttätigkeit im In- und Ausland aus.